Unsere Gruppen stellen sich vor

Die "Grauen Rosen"
Die "Grauen Rosen"

 

„Graue Rosen“ sind gelebte Integration

Beim Freizeitsportverein Saarbrücken hat sich eine neue Aerobicgruppe gegründet. Die „Grauen Rosen“ bestehen, wie der Name schon verrät, aus Frauen, die über 60 Jahre alt sind.

Die Seniorenpartei „Graue Panther“ existiert seit 2008 nicht mehr. Dafür gibt es seit diesem Jahr, genauer gesagt Januar, die „Grauen Rosen“. Diese neue Aerobic-Gruppe ist eine Unterabteilung des Freizeitsportvereins Spartakus Saarbrücken. Rund 15 Frauen, die alle über 60 Jahre alt sind, trainieren jeweils donnerstags von 16 bis 17 Uhr in der Rastbachtalhalle. Die älteste Teilnehmerin ist sogar 79 Jahre alt. Trainerin ist Olga Viktorova. Der Beginn verlief dabei ähnlich wie die Gründung der Sportgymnastik-Gruppe für Mädchen mit Migrationshintergrund, der „Libelle“ des Frauensportvereins. „Wir haben auch eine Cheerleading-Gruppe namens Grazia“, berichtet der andere Trainer und Vorsitzende des FSV, Pavel Dmitriev. „Die Opas und Omas waren beim Training oft dabei. Und dann kam der Gedanke, auch ihnen sportliche Betätigung anzubieten.“ So bewegen sich jetzt die Frauen aus Malstatt und Burbach zu den Klängen von Gloria Gaynor. „In der Musik muss viel Rhythmus sein. Beim Auflegen muss ich in Sachen Rap und Techno aber etwas vorsichtig sein“, schmunzelt Dmitriev. Der Sportlehrer und Physiotherapeut ergänzt: „Wir machen neben Aerobic auch Gymnastik, halt Dinge, die gut gegen Übergewicht oder für den Rücken sind.“

Neben den positiven gesundheitlichen Folgen sind die „Grauen Rosen“ aber auch aus sozialer Sicht eine „perfekte Sache“, weiß Dmitriev. Die Frauen haben das gleiche Alter, die gleichen Themen und Interessen. Die Kinder sind aus dem Haus, sie haben Zeit. So verstehen sie sich alle gut. Der Vorsitzende: „Es ist wichtig, dass sie sozial aktiv sind statt vor dem Fernseher zu sitzen. Manche sind sogar aktiver als junge Leute.“ Gelebte Integration sind die „Grauen Rosen“ auch, weil in der Gruppe einheimische wie auch Frauen mit Migrationshintergrund, die unter anderem aus Weißrussland oder der Ukraine stammen, Sport treiben.

Eine lobenswerte Sache, findet auch Aron Reimann, LSVS-Landeskoordinator der Aktion „Integration durch Sport“. „Wir setzen den Schwerpunkt hier auf die Frauen, Männer bleiben draußen“, erklärt Reimann. „Das hat sich bewährt. Die Frauen sind so viel gelöster beim Sport.“ Ihren ersten großen Auftritt hatten die „Grauen Rosen“ beim 6. Tag der Integration am 13. September in der Kirchberghalle in Saarbrücken-Malstatt. Dort zeigten sie eine Vorführung, in die auch Übungen aus der Fitness-Sportart Tae-Bo einflossen. Tae-Bo vereint Elemente aus asiatischen Kampfsportarten wie Karate, Taekwondo oder Kickboxen mit Aerobic.

Wer Interesse hat, bei den „Grauen Rosen“ mitzumachen, meldet sich bei Pavel Dmitriev unter Tel. (0681) 4 17 10 71 oder (0681) 433 99.

 

Frauensport-Saarbrücken 07 e.V.

Anfang des Jahres 2007 fand die Versammlung zur Gründung eines Frauensportvereins statt. Der Verein wurde unterdessen in das Vereinsregister eingetragen und ist Mitglied des saarländischen Badmintonverbandes.

Hintergrund der Maßnahme stellt der Umstand dar, dass es keine Badminton- und andere Sportmöglichkeiten für Frauen und Mädchen in einer problemlos zu erreichenden Entfernung gab, bei der sie gleichzeitig, gewünschtermaßen, unter sich bleiben konnten. Vor allem nicht während als günstig einzustufender Trainingszeiten.

Der Zweck des Vereins ist die Förderung des Badmintonspiels; des allgemeinen und speziellen Trainings von Frauen und Mädchen, insbesondere um eine Integrationsunterstützung von Migrantinnen in die bundesrepublikanische Gesellschaft voranzutreiben.

Durch gemeinsame Sport- und Trainingsveranstaltungen, Teilnahme an Wettkämpfen , sowie unter Beachtung der Hinzuladung von allen am Badmintonspiel interessierten Frauen und Mädchen, soll das Vereinsziel erreicht werden.

Integration beansprucht u.a. die Forderung mit den Mitgliedern der aufnehmenden Gesellschaft  in Kontakt zu treten, wobei das Sporttreiben, in unserem Fall das Badmintonspielen, Priorität besitzt. Aufgrund dessen nehmen wir an Wettkämpfen teil, so dass über diese Schiene die „Berührung“  zu einheimischen Sportlerinnen gewährleistet ist.

Unter den Wettkampfregeln entfallen Ungleichheiten zwischen den Teilnehmerinnen, ja die Wettkampfbedingungen heben gesellschaftliche Unterschiede größtenteils auf.

Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Initiative zu der Schaffung des Sportvereins und der Abwicklung der bürokratischen Organisation  von den „Gründungsmüttern“ und weiteren interessierten Frauen ausging, darf festgehalten werden, dass sie ihn, mit Recht, selbstbewusst und stolz betrachten.

Freiwillig und aus eigenem Antrieb setzen und bringen sie sich in vielfältiger Art und Weise ein. 

Kurzum: Sie widmen sich der ‚Umsorgung’ der Vereinsstrukturen   -von  Frauen für Frauen-    und trainieren  vier Stunden pro Woche.

Darüber hinaus hat sich, um ein Kennenlernen voranzutreiben, der gesellige Teil nach den sportiven Aktivitäten bewährt,  wobei in aller Regel die Spielerinnen eingeladener Vereine anwesend sind.